Gesellschafterversicherung

Die gesicherte Versorgung durch das Unternehmen

Für den Erfolg des Unternehmens trägt der geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH die Hauptverantwortung. Aufgrund seiner verantwortungsvollen Position bezieht er ein höheres Einkommen, dem in der Regel keine oder nur geringe Versorgungsanwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung gegenüberstehen.

Um erhebliche Einschnitte beim Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben in der Altersversorgung zu vermeiden, ist es ratsam, Vorsorgemaßnahmen durch Eigenvorsorge oder im Wege der betrieblichen Altersversorgung einzuleiten.

Steuervorteile der betrieblichen Versorgung

Es können zwei Stufen von Steuervorteilen für die betriebliche Versorgung des geschäftsführenden Gesellschafters in Anspruch genommen werden:

  • eine Basisversorgung durch eine Direktversicherung
  • eine auf die Direktversicherung aufbauende Hauptversorgung im Wege einer Pensionszusage

Die Direktversicherung (Basisversorgung)

Das Unternehmen schließt eine kapitalbildende LV auf das Leben des Gesellschafters/Geschäftsführers ab. Versicherungsnehmer ist dabei das Unternehmen, versicherte Person der Gesellschafter/Geschäftsführer.

Durch diese Konstellation kann das Unternehmen die Beiträge zur Direktversicherung als Betriebsausgaben absetzen und somit die steuerliche Belastung senken.

Die Pensionszusage (Hauptversorgung)

Die angemessene bedarfsgerechte Gesamtversorgung des geschäftsführenden Gesellschafters durch das Unternehmen wird nach der Direktversicherung durch die Pensionszusage abgerundet. Diese umfasst in der Regel eine Versorgungsgarantie über die Zahlung einer Alters- und einer 60-prozentigen Hinterbliebenenrente sowie eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit.

Die Finanzierung der Pensionszusage

Für die erteilte Pensionszusage sind in der Bilanz Pensionsrückstellungen zu bilden. Sie werden auf der Passivseite ausgewiesen und mindern somit den zu versteuernden Gewinn.

Diese Rückstellungen wachsen während der aktiven Beschäftigungszeit als Gesellschafter/Geschäftsführer zu dem Kapitalwert an, der im Altersruhestand - meist mit 65 Jahren - zur Zahlung der zugesagten betrieblichen Altersrente erforderlich ist.

Sicherheit durch eine Rückdeckungsversicherung

Jede Pensionszusage ist für das zusagende Unternehmen naturgemäß mit einem finanziellen Risiko verbunden, insbesondere bei vorzeitigen Versorgungsfällen, wenn noch kein entsprechendes Kapital aufgebaut werden konnte. Hierbei ist zu beachten, dass eine Rückdeckungsversicherung erforderlich ist, die aus den Steuerersparnissen finanziert wird.

Drei wesentliche Vorteile der Rückdeckungsversicherung

  • Unvorhergesehene Versorgungsfälle, wie z.B. vorzeitige Berufsunfähigkeit, schränken die Liquidität des Unternehmens nicht ein, da sie durch eine Versicherung finanziert werden.
  • Es erfolgt ein planmäßigerer Aufbau des Kapitals zur Finanzierung der betrieblichen Altersrente über die Rückdeckungsversicherung. Diese wird so gewählt, dass zu Rentenbeginn ausreichende Mittel aus der Versicherung zur Finanzierung der Rentenleistungen zur Verfügung stehen. Es ist auch möglich, dass die laufenden Rentenleistungen aus dem Versicherungsvertrag durch Rentenrückdeckung direkt erfolgen.
  • Die Rückdeckungsversicherung wird an den Gesellschafter/Geschäftsführer verpfändet. Dadurch werden die angesammelten Deckungsmittel aus der Versicherung für den Fall der Insolvenz zu dessen Gunsten aus der Konkursmasse ausgesondert.

Insolvenzschutz durch den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (PSVAG)

Für Gesellschafter/Geschäftsführer einer GmbH besteht dann Insolvenzsicherungspflicht und -schutz, wenn sie aufgrund ihres Kapital- oder Stimmrechtsanteils keinen oder keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung ihrer Versorgungsregelung nehmen können. Dies tritt insbesondere dann in Kraft, wenn die Anteile des Geschäftsführers einer GmbH allein weniger als die Hälfte - oder bei mehreren zusammengerechnet nicht mehr als die Hälfte - gegenüber den nicht geschäftsführenden Gesellschaftern betragen.

Besteht für den Gesellschafter/Geschäftsführer einer GmbH demnach keine Rückdeckungsversicherung, so muss die Versorgungszusage über den Pensions-Sicherungs-Verein gegen Insolvenz gesichert sein.

Für den maßgeblich beteiligten GGF gilt dies allerdings nicht, sofern er keinen Insolvenzschutz durch den Pensions-Sicherungs-Verein genießt, da er in diesem Zusammenhang als Unternehmer eingestuft wird.

Dynamisierung der Versorgungsleistungen

Für die Anwartschaftszeit ist es zweckmäßig, die Versorgungsleistungen gehaltsabhängig zu gestalten, um so die künftige Kaufkraftentwicklung angemessen zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich deshalb - auch im Hinblick auf das Nachzahlungsverbot -, die Höhe der Versorgungsleistungen an die Gehaltsentwicklung zu koppeln.



Kollektive PKV

Mitarbeiterbindung mit wenig Aufwand bei hohem Nutzen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verändert sich seit Jahren stetig. Im Zuge der Globalisierung ist Mobilität und Flexibilität von jedem Mitarbeiter gefragt und teilweise auch gefordert. Durch den demografischen Wandel werden qualifizierte Mitarbeiter knapp und der Kampf um die Besten hat längst begonnen. Durch attraktive Versicherungskonditionen über einen kollektiven Krankenversicherungsvertrag hat jedes Unternehmen die Chance, sich positiv von Mitbewerbern im Markt abzuheben.

Ein attraktives Gehalt, ein gutes Betriebsklima oder ein Firmenwagen vor der Tür reichen längst nicht mehr aus, um Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden - das bieten andere Unternehmen auch. Mit geringem finanziellem Aufwand können Firmenchefs über attraktive Versicherungskonditionen für die Zeit der Unternehmenszugehörigkeit einen hohen Mehrwert bieten. Bisher ist dieses Model der Netto-Gehaltssteigerung nicht weit verbreitet und verdient daher besondere Beachtung.

Und so geht es:

Zwischen Unternehmer und einem privaten Krankenversicherer wird für die Mitarbeiter ein Kollektivvertrag abgeschlossen. Dafür bietet der Krankenversicherer besonders günstige Konditionen, definierte Mehrwerte und eine höhere Flexibilität.

Die Möglichkeiten können vielfältig sein:

  • Verzicht auf individuelle Risiko- und Gesundheitsprüfung
  • Beitragsnachlass gegenüber einem Individualvertrag
  • Verzicht auf Wartezeiten
  • Zusätzliche Leistungen, Services
  • Bezuschussung der Prämie durch den Arbeitgeber
  • Mitversicherung von Familienangehörige zu gleichen Konditionen
  • Kollektivverträge für bestimmte Berufsgruppen

 

Im Einzelfall ist stets die Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Unternehmen entscheidend, wobei auch die individuellen Unternehmensinteressen eine wichtige Rolle spielen. Der Lohn: Eine enorme Steigerung der Attraktivität des Unternehmens. Für die Zukunftsfähigkeit ist diese Attraktivität langfristig gesehen von entscheidender Bedeutung. Daher sollte die Einrichtung einer firmeninternen Krankenzusatzversicherung als eine Investition in die Zukunft mit wenig Aufwand bei hohem Nutzen verstanden werden.

Ein attraktives Gehalt reicht längst nicht mehr aus, um Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden. Soziale Alleinstellungsmerkmale bzw. Mehrwerte bieten dafür eine ausgezeichnete Möglichkeit. Die aufbrandende Diskussion um die Finanzierung und die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung in 2012 lässt erahnen, dass viele Mitarbeiter von Kürzungen im Gesundheitswesen betroffen sein werden und bietet diesen gute Möglichkeiten eines sozialen Mehrwerts und Alleinstellungsmerkmals. Kürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung lassen sich durch die Vereinbarung eines Kollektivvertrags mit einem privaten Krankenversicherer abfedern. Damit ist es jedem Arbeitgeber möglich, seinen Mitarbeitern eine kostengünstige Ergänzung zu der gesetzlichen Krankenversicherung anzubieten.




Sozialversicherung 2017

Die wichtigsten Werte 2017 im Überblick


Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Jahresarbeitsentgeltgrenzen Krankenversicherung 2017

Versicherungspflichtgrenze (allgemein) 57.600,00 EUR 57.600,00 EUR
Beitragsbemessungsgrenzen

Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 52.200,00 EUR 52.200,00 EUR
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.350,00 EUR 4.350,00 EUR
allgemeine Rentenversicherung (jährlich) 76.200,00 EUR 68.400,00 EUR
allgemeine Rentenversicherung (monatlich) 6.350,00 EUR 5.700,00 EUR
Arbeitslosenversicherung (jährlich) 76.200,00 EUR 68.400,00 EUR
Arbeitslosenversicherung (monatlich) 6.350,00 EUR 5.700,00 EUR
Geringfügigkeitsgrenze 450,00 EUR 450,00 EUR



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