Verhaltensregeln

Verhaltensregeln im Schadensfall

Gerade im Schadensfall wird der Versicherer seinen Service unter Beweis stellen.

Wichtiger Hinweis: Um den Versicherungsschutz für die Abwehr unberechtigter Ansprüche (passiver Rechtsschutz) nicht zu gefährden, sind die nachstehenden Anweisungen unbedingt zu beachten!

Schaden innerhalb einer Woche melden

Jeder Versicherungsfall ist unverzüglich - spätestens innerhalb einer Woche - per Schadensanzeige zu melden:

  • möglichst das Schadensformular verwenden,
  • alle Fragen beantworten,
  • den Schadenshergang ausführlich schildern, evtl. mit Skizze auf einem gesonderten Blatt erläutern,
  • Alter und Kaufpreis von beschädigten Sachen angeben, Rechnungen oder Kostenvoranschläge beifügen,
  • bei Fax-Meldungen die Unterschrift nicht vergessen.

Nicht jeder Schaden kann sofort reguliert werden

Häufig sind zusätzliche Ermittlungen notwendig, um die Rechtmäßigkeit der Ansprüche zu prüfen. Es ist dem Versicherer deshalb nicht immer möglich, zum Schadensersatzanspruch sofort Stellung zu beziehen.

Abwehr unberechtigter Ansprüche ist Versicherungsschutz

Auch wenn Versicherungsschutz besteht, wird nicht immer eine Zahlung geleistet. Die Abwehr einer unberechtigten Forderung stellt eine echte Versicherungsleistung dar.

Mahnbescheid/Prozess

Gegen Mahnbescheide und andere Verfügungen müssen Sie die Rechtsmittel einlegen, auf die Sie durch das Gericht aufmerksam gemacht werden. Veranlassen Sie bitte, dass der Versicherer oder Ihr zuständiger Versicherungsmakler von derartigen Maßnahmen oder anderen gerichtlichen Schritten gegen Sie oder mitversicherte Personen sofort unterrichtet wird. Dies gilt auch, wenn der Schaden bereits gemeldet ist.



Schadensservice

Einbruchschutz

Keine Chance für Einbrecher

Laut Statistik wird in Deutschland alle zwei Minuten eingebrochen - das macht weit über 400.000 Einbrüche jährlich.
Davon betroffen sind über die Hälfte Wohnungen sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser. Es lohnt sich also für Jedermann über die Sicherheit des eigenen Heims nachzudenken.

Mechanischer Einbruchschutz

Benötigt ein Einbrecher mehr als fünf Minuten zum Eindringen, lässt er gewöhnlich von seinem Vorhaben ab. Das A und O der Sicherheit sind also gute Tür- und Fenstersicherungen. Eingangs- und Kellertüren sollten über Sicherheitsschlösser mit geeigneten Beschlägen und Scharnierschutz verfügen (Mehrfachverrieglung). Denken Sie bei den Kellerschächten an gesicherte Roste. Auch helle Außenbeleuchtungen, z. B. über Bewegungsmelder, wirken abschreckend.

Alarmanlagen

Der Einbau einer Alarmanlage in Haus oder auch Wohnung vervollständigt Ihren Schutz. Je nach System halten sich die Investitionen für den Einbau in Grenzen. Zumeist wird die sogenannte Außenhaut des Objektes überwacht. Dieser Schutz kann durch Bewegungsmelder in besonders kritischen Hausbereichen (Schwerpunktsicherung) ergänzt werden. Wer möchte, kann übrigens auch Rauch- oder Gasmelder integrieren. Ein automatischer Fernalarm meldet alle Vorfälle direkt an ein angeschlossenes Wachunternehmen. Dieses Wachunternehmen kann das Ihrer Versicherung sein. Dies wird in vielen Fällen sogar durch eine Rabattierung der Versicherungsprämien honoriert.



Sturmschäden

Versicherungsansprüche bei Sturmschäden

Was tun, wenn's ordentlich weht und kracht?

Regen peitscht über das Land. Sturmböen decken Dächer ab und Bäume knicken um - Sturm zerrt an Dächern und Fassaden. Jetzt ist die Schadensregulierung in der Regel ein Fall für die Versicherung, um Ihr beschädigtes Hab und Gut zu ersetzen.

Voraussetzung für eine Ersatzleistung durch die Versicherung ist die umgehende Meldung (spätestens innerhalb einer Woche) und Feststellung des Schadens. Unterlassen Sie dabei alles, was eine Feststellung des Schadens erschweren könnte - sonst riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz. Einzig Gefahrenquellen dürfen beseitigt werden. Eine weitere Voraussetzung für die Schadensersatzleistung sind wahrheitsgetreue Angaben. Sicherheitshalber machen Sie vor Beginn der Aufräumarbeiten Fotos und erstellen eine Liste der Gegenstände, die beschädigt oder zerstört wurden.

Ersatzleistung bei Sturm für die wichtigsten Versicherungsarten:

Grundsätzlich gilt:

Für Sturmschäden haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen, sofern es sich um eine "witterungsbedingte Luftbewegung von mindestens 8 Windstärken" (Windgeschwindigkeit mindestens 63 Stundenkilometer) gehandelt hat.

Sie müssen nicht beweisen, dass der Sturm Ziegel und Dachpappen Ihres Hauses mitgerissen hat. Es reicht nach den Versicherungsbedingungen aus, dass auch Häuser in der Nachbarschaft ebenfalls beschädigt wurden.

Wohngebäudeversicherung

Eigenheimbesitzer haben meist neben der Feuerversicherung, die eine finanzierende Bank üblicherweise fordert, auch eine Sturmversicherung abgeschlossen. Diese übernimmt u. a. die Reparaturkosten nach einem Sturm -sofern es sich um eine direkte Einwirkung des Sturms gehandelt hat - sowie deren Folgekosten. Wenn also ein Sturm ein Dach abgedeckt hat und es hineinregnet, ist auch der Folgeschaden durch den Regen mitversichert.

Sollte der vorherige Zustand nicht wieder vollständig hergestellt werden können, prüfen wir für Sie einen Anspruch auf Wertminderung.

Im Bau befindliche Gebäude (Neubauten) sind grundsätzlich nicht sturmversichert. Hier sollten Sie unbedingt Ihre Bauleistungs- oder Bauwesenversicherung in Anspruch nehmen.

Hausratversicherung

Wurden Hausratgegenstände vom Sturm beschädigt, sind diese Schäden über eine Hausratversicherung abgesichert. Allerdings nur dann, wenn Hausratgegenstände während der Böen in einem Gebäude untergebracht waren und dieses ebenfalls vom Wind beschädigt wurde.

Antennen und Markisen, die dem Mieter gehören, außen am Gebäude angebracht sind und ausschließlich vom Mieter genutzt werden, sind auch außerhalb des Gebäudes mitversichert.

Nicht versichert sind Schäden, die durch offenstehende Türen oder Fenster entstanden sind. Öffnungen müssen durch direkte Sturmeinwirkung entstanden sein.

KFZ-Kasko-Versicherung

Dachziegel, Äste oder umknickende Bäume, die durch Sturm auf Ihr parkendes KFZ geweht oder gestürzt wurden, sind ein Fall für die Teilkasko-Versicherung. Versichert ist hier allerdings im Höchstfall der Zeitwert des Fahrzeugs. Das heißt, Sie bekommen den Wert eines gleichartigen gebrauchten Wagens erstattet. Die Schadensersatzleistung reduziert sich bei einem Teilschaden gegebenenfalls um einen Abzug "Neu für Alt" bei Lackschäden und eine etwaig vereinbarte Selbstbeteiligung.

Elementarschaden-Versicherung

Grundsätzlich ist bei einer Überschwemmung nur die Elementarschaden-Versicherung zuständig, die als freiwillige Ergänzung zur Hausrat- oder Gebäudeversicherung oder als Elementarschadendeckung bei gewerblichen Risiken angeboten wird.

Schäden, die nach einem extremen Niederschlagsereignis entstehen, fallen unter diese Versicherung.

Hierzu zählen:

  • Überschwemmung (Ausuferung natürlicher Gewässer)
  • Überflutung (Schäden durch Witterungsniederschläge)
  • Erdbeben (naturbedingte Erschütterung des Erdbodens, die durch geophysikalische Vorgänge im Erdinnern ausgelöst wird)
  • Erdsenkung (naturbedingte Absenkung des Erdbodens über natürlichen Hohlräumen)
  • Schneedruck (Wirkung des Gewichts von Schnee- oder Eismassen)
  • Lawinen (an Berghängen niedergehende Schnee- oder Eismassen)
  • Erdrutsch (naturbedingtes Abgleiten oder Abstürzen von Gesteins- oder Erdmassen)



Kontakt

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