Fondsgebundene Lebensversicherung

Aufbau der fondsgebundenen Lebensversicherung

Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung handelt es sich um die Kombination von zwei unterschiedlichen Finanzdienstleistungsbereichen:

  • einer Versicherung (Risiko-Lebensversicherung) und eines
  • Investmentfonds (Rentenfonds, Aktienfonds oder Immobilienfonds).

Leistung der Fonds-Lebensversicherung

Das wesentliche Merkmal der kapitalbildenden Lebensversicherung liegt in der unterschiedlichen Bildung des Risiko- und Sparanteils, der die Kapitalbildung für die im Leistungsfall vereinbarte Versicherungssumme erbringen soll.

Die fondsgebundene Lebensversicherung bietet eine bessere Performance - aber auch ein höheres Anlagerisiko. Der Sparanteil der klassischen Kapital-Lebensversicherung besteht aus mündelsicheren Papieren. Demgegenüber ist die Versicherungssumme der fondsgebundenen Lebensversicherung von der Wertentwicklung des Kapitalmarktes abhängig. Die Ablaufleistung lässt sich daher schwerer vorhersagen, als dies bei der klassischen Lebensversicherung ohnehin möglich ist.

Die fondsgebundene Lebensversicherung sollte daher weniger als Teil der privaten Grundversorgung, sondern vielmehr als eine überlegenswerte Ergänzung betrachtet werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei im Bemühen um einen Optimierungsansatz, der das steuerliche Privileg der Lebensversicherung mit der voraussichtlich höheren Wertentwicklung eines Investmentfonds - belegt aufgrund von Vergangenheitswerten - kombiniert.



Lebensversicherung

Einführung

Seit dem 1. Januar 2005 haben sich einige wesentliche Änderungen in der Kapital-Lebensversicherung ergeben.

Sollte der Versicherte vor Vertragsablauf sterben, so erhalten die Hinterbliebenen die volle Versicherungssumme zuzüglich der bis dahin angesammelten Überschussanteile. Im Erlebensfall - d.h. bei Erreichen des vertraglich festgelegten Endalters - wird die Versicherungssumme zuzüglich der Überschussbeteiligung (durch Kapitalbildung angesammelte Zinsen, Risikoüberschüsse bzw. sog. Sterblichkeitsgewinne) ausgezahlt.

Durch die Überschussbeteiligung erhöht sich also die garantierte Versicherungssumme. Sie können im Normalfall davon ausgehen, dass sich Ihre garantierte Versicherungssumme binnen 27 Jahren verdoppelt. Das Ergebnis ist jedoch, je nach Versicherung, unterschiedlich.

Die private Altersversorgung wird vom Staat nicht mehr in der Form unterstützt, wie es bis zum 31.12.2004 der Fall war.

Was ist versichert?

  • Der Todesfall des Versicherten vor Vertragsablauf.
  • Der Erlebensfall des Versicherten, d.h. das Erreichen des vertraglich festgelegten Endalters.

In der kapitalbildenden Lebensversicherung ist die Versicherungssumme für den Todes- und den Erlebensfall (z.B. Erreichen des Endalters von 65 Jahren) gleich hoch. Manche Versicherer bieten aber auch die Möglichkeit, eine kapitalbildende Lebensversicherung mit einer erhöhten Todesfallleistung oder mit einer erhöhten Erlebensfallleistung abzuschließen.

Die Lebensversicherungsunternehmen behelfen sich mit Beispielrechnungen, die unterstellen, dass die bisher erzielten Ergebnisse auch für die Zukunft zutreffen, jedoch kann niemand genau vorhersagen, wie hoch die garantierte Versicherungssumme und Überschussbeteiligung tatsächlich sein werden. Diese Beispielrechnungen sind nicht verbindlich, sondern geben nur einen Anhaltspunkt.

Die Laufzeit des Vertrages sollte auf das Alter abgestellt sein, in dem das Berufsleben beendet und das angesparte Vorsorgekapital benötigt wird. Sollten Sie früher in Rente gehen, so müssen Sie mit Abschlägen rechnen.

Versicherungsunternehmen tragen diesem Fakt Rechnung, indem sie nicht mehr einen festen Ablaufzeitpunkt festlegen. Stattdessen wählen Sie einen z. B. fünfjährigen Zeitraum - die sogenannte Ablaufphase. Wenn Sie also zwischen dem 62. und 67. Lebensjahr in Rente gehen möchten, wäre dies Ihre Ablaufphase.

Selbstverständlich ist zur Erhaltung der Steuerbegünstigung einer Lebensversicherung die 12-jährige Laufzeit einzuhalten.

Wie kommt es zur Überschussbeteiligung?

Nach aktuellem Stand können Sie damit rechnen, dass sich die Versicherungssumme bei einem typischen Vertrag nach 25 bis 30 Jahren verdoppelt. Die durchschnittliche Vertragsdauer eines Lebensversicherungsvertrages beträgt 27 Jahre, während die eingezahlten Sparbeiträge zu mindestens 90 Prozent (meistens zu 97%) angelegt werden.

Die Beiträge werden hierbei von vornherein über die gesamte Laufzeit festgelegt. Damit Sie die garantierten Versicherungsleistungen auch in Zukunft erbringen können, werden in den Rechnungsgrundlagen zur Kalkulation der Beiträge äußerst vorsichtige Annahmen getroffen.

Anhand der Beitragskalkulation (Annahmen über erzielbare Zinsen, über Sterblichkeitserfahrung, über Verwaltungskosten) und der rentablen Anlage der Beiträge (höhere erzielte Rendite als angenommen), Sterblichkeitsüberschüsse (die tatsächliche Sterblichkeit ist womöglich geringer als kalkuliert) und niedrigeren Verwaltungskosten (als bei der Beitragskalkulation berechnet) entstehen Lebensversicherungsunternehmen Überschüsse.



Risikolebensversicherung

Zweck der Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung dient ausschließlich der Absicherung bei einem vorzeitigen Todesfall.

Durch diese Versicherung wird kein Kapital gebildet. Sie bietet während der Vertragsdauer bei niedrigen Beiträgen hohen finanziellen Schutz für die Hinterbliebenen; allerdings wird im Erlebensfall keine Versicherungsleistung ausgezahlt.

Junge Familien

Bei jungen Familien ist der Versorgungsbedarf besonders groß. Für den Fall, dass das Einkommen des Versorgers dauerhaft ausfällt, muss die Familie langfristig abgesichert sein. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt zwar eine Rente an Witwen oder Witwer, ebenso an Waisen und geschiedene Ehepartner. Die Rente wiegt jedoch das Einkommen des Verstorbenen nicht auf. Um diese Versorgungslücke zu schließen, kann eine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen werden, deren Höhe so gewählt werden sollte, dass die Familienmitglieder solange abgesichert sind, bis sie selbst ein angemessenes Einkommen erzielen.

Kreditabsicherung

Risiko-Lebensversicherungen dienen auch dazu, Kredite abzusichern. Denn wer ein Darlehen aufnimmt, um z.B. eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, wird eine solche Absicherung in Erwägung ziehen müssen. Mit Abschluss eines solchen Vertrags erhalten die Hinterbliebenen im Todesfall die Möglichkeit, das Darlehen mit der Versicherungsleistung zu tilgen.

Restschuldversicherung

Eine spezielle Form der Risikoversicherung ist die sog. "Restschuldversicherung", die insbesondere bei Ratenkäufen empfehlenswert ist.

Risiko-Lebensversicherung mit Umtauschrecht

Die Risiko-Lebensversicherung mit Umtauschrecht ist besonders für junge Familien und Berufsanfänger interessant. Hier wird zunächst eine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen. Der Versicherungsnehmer hat (meist) 10 Jahre lang die Möglichkeit, diese in eine kapitalbildende Lebensversicherung auf den Todes- und Erlebensfall umzuwandeln. Der Vorteil liegt darin, dass eine erneute Gesundheitsprüfung nicht vorgenommen werden muss und das Eintrittsalter entsprechend niedriger ausfällt. Der Zeitpunkt für den Umtausch ist dann gegeben, wenn die junge Familie nach den Anfangsjahren "aus dem Gröbsten" heraus ist und neben der Hinterbliebenenvorsorge auch an die eigene finanzielle Vorsorge gedacht wird.



Sterbegeldversicherung

Alles hat seine Zeit - auch die Sterbevorsorge

Finanziell abgesicherter Beistand und Trost in schweren Stunden

Zum 1.1.2004 ist das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen komplett gestrichen worden.

Die Folge ist, dass die meisten Bürger zur kompletten Eigenvorsorge verpflichtet sind. Kommen Sie diesem Umstand nicht nach, müssen die Kosten in voller Höhe von den Angehörigen übernommen werden.

Wer das vermeiden will, sollte sich schon jetzt über Bestattungsvorsorge informieren.

Zu teuer?

Häufig stellen die Kosten für ein Begräbnis eine hohe finanzielle Belastung dar. Bei den Kosten, die anfallen, ist das auch nicht von der Hand zu weisen. Neben den reinen Bestattungskosten für Sarg und Bekleidung fallen darüber hinaus noch Friedhofsgebühren und Grabpflegekosten an, die die Erben finanziell stark belasten können.

Wer zu Lebzeiten jedoch eine Bestattungsvorsorge abschließt, kann nicht nur einen Kostenvergleich vornehmen, sondern sich auch für eine günstige Finanzierung entscheiden.

Mit einer Bestattungsvorsorge lassen sich Alter, Vermögenssituation und auch ganz persönliche Wünsche berücksichtigen. Aber auch die Zahlung einer etwaigen Erbschaftssteuer lässt sich gerade auch für Wohlhabende über eine entsprechende Sterbegeldversicherung abdecken.




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