Lebensversicherung

Einführung

Seit dem 1. Januar 2005 haben sich einige wesentliche Änderungen in der Kapital-Lebensversicherung ergeben.

In unserem Land ist die Kapitallebensversicherung die mit Abstand (noch) am meisten gefragte Versicherungsform für Kapitalbildung und Hinterbliebenenschutz. Aus gutem Grund: als kapitalbildende Vorsorge für den Todes- und Erlebensfall gewährt sie doppelte Sicherheit - für die Familie und im Alter.

Sollte der Versicherte vor Vertragsablauf sterben, so erhalten die Hinterbliebenen die volle Versicherungssumme zuzüglich der bis dahin angesammelten Überschussanteile. Im Erlebensfall - d.h. bei Erreichen des vertraglich festgelegten Endalters - wird die Versicherungssumme zuzüglich der Überschussbeteiligung (durch Kapitalbildung angesammelte Zinsen, Risikoüberschüsse bzw. sog. Sterblichkeitsgewinne) ausgezahlt.

Die garantierte Versicherungssumme erhöht sich folglich durch die Überschussbeteiligung.

Die private Altersversorgung wird vom Staat nicht mehr in dem Maße gefördert, wie es bis zum 31.12.2004 der Fall war.

Kapitallebensversicherung

Was ist versichert?

  • Der Todesfall des Versicherten vor Vertragsablauf.
  • Der Erlebensfall des Versicherten, d.h. das Erreichen des vertraglich festgelegten Endalters.

Die Laufzeit des Vertrages sollte auf das Alter abgestellt sein, in dem das Berufsleben beendet und das angesparte Vorsorgekapital benötigt wird. Welches Endalter Sie wählen, hängt selbstverständlich auch von den sich verändernden rechtlichen Eckdaten - insbesondere den entsprechenden Rentenreformen - ab. Sollten Sie den Wunsch haben früher in Rente zu gehen, so müssen Sie mit Abschlägen rechnen.

Versicherungsunternehmen tragen diesem Umstand Rechnung, indem sie nicht mehr einen festen Ablaufzeitpunkt festlegen. Die Alternative: Sie wählen einen z. B. fünfjährigen Zeitraum, die sog. Ablaufphase. Sollten Sie also zwischen dem 62. und 67. Lebensjahr in Rente gehen, wäre dies Ihre Ablaufphase. Mit deren Beginn steht die vereinbarte Überschussbeteiligung voll zur Verfügung und wird auf Wunsch jederzeit ausgezahlt.

Es wird darauf hingewiesen, dass zur Erhaltung der Steuerbegünstigung einer Lebensversicherung die 12-jährige Laufzeit einzuhalten ist.

Wie kommt es zur Überschussbeteiligung?

Nach heutigem Stand können Sie damit rechnen, dass sich die Versicherungssumme bei einem typischen Vertrag nach 25 bis 30 Jahren verdoppelt. Die durchschnittliche Vertragsdauer eines Lebensversicherungsvertrages beträgt 27 Jahre, während die eingezahlten Sparbeiträge zu mindestens 90 % (meistens zu 97 %) angelegt werden.

Die Beiträge sind hierbei von vornherein über die gesamte Laufzeit festgelegt. Damit die garantierten Versicherungsleistungen auch in Zukunft erbracht werden können, werden in den Rechnungsgrundlagen zur Kalkulation der Beiträge äußerst vorsichtige Annahmen getroffen. Dabei sind die Größen Zins, Sterblichkeit und Kosten wichtige Faktoren.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Aufbau der fondsgebundenen Lebensversicherung

Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung handelt es sich um die Kombination von zwei unterschiedlichen Finanzdienstleistungsbereichen:

  • einer Versicherung (Risiko-Lebensversicherung) und einem
  • Investmentfonds (Rentenfonds, Aktienfonds oder Immobilienfonds).

Leistung der fondsgebundenen Lebensversicherung

Die fondsgebundene Lebensversicherung unterscheidet sich zur kapitalbildenden Lebensversicherung in einer differenzierten Bildung des Risiko- und Sparanteils, der die Kapitalbildung für die im Leistungsfall vereinbarte Versicherungssumme erbringen soll.

Die fondsgebundene Lebensversicherung garantiert eine bessere Performance - aber auch ein höheres Anlagerisiko. Während der Sparanteil der klassischen Kapital-Lebensversicherung aus mündelsicheren Papieren besteht, ist die Versicherungssumme der fondsgebundenen Lebensversicherung von der Wertentwicklung des Kapitalmarktes abhängig. Die Ablaufleistung kann somit schwerer vorhergesagt werden, als dies bei der klassischen Lebensversicherung ohnehin möglich ist.

Aus diesem Grund sollte die fondsgebundene Lebensversicherung weniger als Teil der privaten Grundversorgung, sondern vielmehr als eine überlegenswerte Ergänzung betrachtet werden. Besonderes Interesse besteht dabei im Bemühen um einen Optimierungsansatz, der das steuerliche Privileg der Lebensversicherung mit der voraussichtlich höheren Wertentwicklung eines Investmentfonds - belegt aufgrund von Vergangenheitswerten - kombiniert.



Private Rente

Private Rentenversicherung im Überblick

Mit der privaten Rentenversicherung verschaffen Sie sich finanzielle Sicherheit durch ein zusätzliche laufendes Einkommen (Leibrente), die garantiert bis zum Lebensende gezahlt wird.

"Private Rentenversicherung" ist hierbei der Oberbegriff für mehrere spezielle Versicherungsarten.

Aufgeschobene und sofort beginnende Leibrente

Bei der "aufgeschobenen" Rentenversicherung gegen laufenden Beitrag sparen Sie z. B. 15 Jahre lang monatlich einen gewissen Betrag. Am Ende der Zeit haben Sie die Wahl, sich das angesammelte Kapital in einer Summe auszahlen zu lassen oder bis zum Tod eine Rente zu beziehen.

In diesem Zusammenhang beachten Sie bitte die Änderungen nach dem "Alterseinkünftegesetz 2004" mit seinen Auswirkungen auf die steuerliche Behandlung von privaten Rentenversicherungen.

Sie können mit diesem Modell den Rentenzahlungsbeginn auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen. Soll die Rentenzahlung dann einsetzen, so spricht man von "aufgeschobener" Leibrente. Im Allgemeinen wird vereinbart, dass im Todesfall des Versicherten während der Aufschubzeit - d.h. zwischen Vertragsabschluss und Rentenzahlungsbeginn - gezahlte Beiträge zurückerstattet werden.

Die andere Form der Rentenversicherung ist die "sofort beginnende" Leibrente. Sie tritt dann ein, wenn die Rentenzahlung unmittelbar einsetzen soll. In diesem Fall wird bei Vertragsabschluss ein Betrag (Einmalbeitragsversicherung) in einer Summe fällig.

Man wählt diese Form der Rente, wenn der Erlös einer Erbschaft oder einer Abfindung zur Verbesserung der Rente verwendet werden soll.

Rentengarantie

Auf Wunsch können Sie vereinbaren, dass die Renten auf jeden Fall für einen festgelegten Zeitraum von fünf oder zehn Jahren gezahlt werden. Wenn während der Rentengarantiezeit der Todesfall eintritt, erfolgt die Restauszahlung an die Hinterbliebenen.

Aber auch die Beitragsrückgewähr nicht verbrauchter Rentenzahlungen an die Hinterbliebenen ist im Falle des Todes der versicherten Person eine Variante, die häufig vereinbart wird.

Rentenbeginnphase

Sie möchten Ihren Eintritt in den Ruhestand selbst und unabhängig bestimmen? Sie stellen kurz vor Erreichen der Rentengarantiezeit fest, dass Sie noch einige Jahre im Beruf oder in Ihrer Selbstständigkeit mithalten können? Dann sollten Sie vorab einen Zeitraum (von meist fünf Jahren) festlegen, in dem Sie jederzeit den Beginn der Rentenzahlung verlangen können. Wichtig dabei ist: je länger Sie mit dem Rentenbeginn warten, umso höher wird die Rente. Der Versicherer legt das Kapital, welches er für Ihre Rentenzahlung bereitstellt, für eine weitere Zeit zinsgünstig an - was Ihren zugute kommt.

Hinterbliebenenrente

Auch in der Rentenversicherung besteht die Möglichkeit, Hinterbliebenenschutz in die Versorgungsbetrachtung einfließen zu lassen. Wenn Sie also eine Witwen- bzw. Witwerrente in die private Rentenversicherung einbringen wollen, würde nach dem Tod des Versicherten eine lebenslange Rente an den Ehepartner weitergezahlt werden. Im Normalfall beträgt die Witwen-/Witwerrente 60 % der garantierten Rente - ähnlich wie in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dasselbe kann auch für Waisenrenten gelten, die nach diesem Prinzip mitversichert werden.



Riester-Rente

Die staatlich geförderte Altersversorgung

Alternativlos: Die Riester-Rente

Im Jahr 2002 wurde die Riester-Rente eingeführt, um einen Teil der Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus zu kompensieren.

Sofern man sich dazu entschließt einen Riester-Vertrag abzuschließen, subventioniert der Staat den Spareifer in Form von Zulagen und Steuerersparnissen. Seit dem 1. Januar 2008 erhalten alle Riester-Sparer eine Grundzulage von 154 €, für jedes Kind gibt es 185 €. Sollten die Sprösslinge ab 1. Januar 2008 das Licht der Welt erblickt haben, sind es sogar 300 € Kinderzulage.

Wer in den Genuss der vollen Zulage kommen möchte, muss mindestens vier Prozent seines Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen in einen Riester-Vertrag einzahlen. Die Gesamthöhe ist jedoch mit 2.100 € nach oben begrenzt.

Riester-Sparer haben auch die Möglichkeit, sofern es für sie günstiger ist, ihre Einzahlungen als Sonderausgaben geltend zu machen. Das Finanzamt prüft von Amts wegen die günstigere Variante ("Günstigerprüfung").

Der Generationenvertrag kippt

Wer glaubt, dass die Riester-Rente eine zusätzliche Altersversorgung ist, die das bisherige Renten-Niveau anhebt, der irrt.

Die bisherige Form der Rente wurde mit der großen Rentenreform des Jahres 2002 erheblich gekappt und kann nur noch durch die volle Ausschöpfung der Riester-Rente annähernd aufgefangen werden.

Drei Säulen der Altersversorgung sollen Ihnen einen finanziell sorgenfreien Lebensabend ermöglichen:

  • Die gesetzliche Rente.
  • Die private Altersvorsorge.
  • Die betriebliche Altersversorgung mit ihren fünf Durchführungswegen.

Berufseinsteiger-Bonus

Seit 2008: Neuer Einmal-Bonus für Jugendliche unter 25 Jahre

Für Kinder und Jugendliche gibt es verschiedene Formen der Zulage:

  • Die Kinderzulage mit 185 € für jedes Kind
  • bzw. die Kinderzulage von 300 € pro Jahr für alle Kinder, die ab dem 1.Januar 2008 geboren wurden.

Seit 2008 erhalten alle jungen Menschen unter 25 Jahre einen zusätzlichen Bonus von einmalig 200 € zur Grundzulage hinzu.

Entscheidend ist nur, dass der Jugendliche zu Beginn des Beitragsjahres noch keine 25 Jahre alt ist. Wird er also im laufenden Jahr, aber noch vor Abschluss des Vertrages, 25 Jahre alt, dann gibt es den Zuschuss. Pech für die, die am 1. Januar Geburtstag haben und dann 25 Jahre alt werden. Sie müssen die Altersvorsorgezulage schon im Vorjahr beantragt haben (§ 84 Satz 2 und 3 EStG 2008).

Ein besonderer Antrag ist nicht erforderlich, weil sich die Grundzulage mit der beantragten Altersvorsorgezulage automatisch erhöht. Allerdings muss für den vollen Bonus auch der volle Mindesteigenbeitrag von 4 % des Vorjahreseinkommens (max. 2.100 €) geleistet werden. Wenn nicht, wird auch der Bonus anteilig gekürzt. Leider kann in späteren Jahren kein zusätzlicher Beitrag geleistet werden, um den gekürzten Bonus aufzufällen.

  • Wer eine Lehre beginnt und daher im vorangegangenen Jahr noch kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen hatte, muss mindestens 60 € einzahlen.
  • Wer als Ledige(r) im vorangegangenen Jahr ein Einkommen von 12.000 € hatte, muss insgesamt nur 126 € einzahlen. Das entspricht den 4 % vom Einkommen (hier: 12.000 €), also entsprechend 480 €. Davon abgezogen wird die Grundzulage von 154 € sowie der Bonus von 200 €. Der Mindestbeitrag im ersten Jahr beträgt somit nur 126 € bei Gesamtzulagen von 354 € - ein gutes Geschäft.

3 x Vorteil "Jugend"

Unter bestimmten Voraussetzungen können Eltern und Jugendliche sogar dreimal eine Zulage erhalten. Dabei gehen wir von der Annahme aus, dass das "Kind" noch unter 25 Jahre alt ist, sich in der Ausbildung (Lehre, Berufsakademie, Referendariat) befindet und kein eigenes Einkommen von mehr als 7.680 € im Jahr hat.

  • Vorteil Eltern:
    Eltern bekommen auf ihren Riester-Vertrag die Kinderzulage von 185 €. Um den Zulagenbetrag vermindert sich auch der Mindesteigenbetrag (4 % des Vorjahreseinkommens) der Eltern, die entsprechend weniger einzahlen müssen.
  • 1. Vorteil Kind:
    Hat das Kind einen eigenen Riester-Vertrag, erhält es die Grundzulage von 154 €. Da es als Auszubildender in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, hat es auch Anspruch auf die Riester-Förderung. Das gilt ebenso für Beamtenanwärter.
  • 2. Vorteil Kind:
    Wie oben bereits erwähnt, bekommt das Kind bzw. der Jugendliche ab 2008 den neuen Berufseinsteiger-Bonus von einmalig 200 €.
  • 3. Vorteil Kind:
    Hat das Kind sogar selbst ein Kind und ist es im Jahre 2008 geboren, so erhält auch dieses Kind eine Kinderzulage von 300 €, die seinem Riester-Vertrag gutgeschrieben wird.

Fazit:

Bis zu 839 € kann der staatliche Zuschuss betragen, in den meisten Fällen immerhin 539 €. Das sind Beträge, für die es sich lohnt, über "riestern" nachzudenken.

Rürup-Rente

Steuerlich begünstigte "private Basisrente"

Ein Teil der neu gestalteten Altersvorsorge

Mit der so genannten Rürup-Rente ist seit Jahresanfang 2005 ein neues Vorsorgeprodukt auf dem Markt, das staatlich gefördert wird.

Die private Basisrente - sie wurde nach ihrem Erfinder Bert Rürup benannt - entspricht weitgehend der gesetzlichen Rente und ist nach der "Riester"-Rente ein weiterer Schritt in Richtung nachgelagerte Besteuerung:
Nach einer Übergangsphase sind die Beiträge ab 2025 in vollem Umfang von der Steuer freigestellt und die Renten ab 2040 in voller Höhe steuerpflichtig. Bis dahin steigen der steuerlich absetzbare Betrag von 60 % im Jahre 2005 und der Besteuerungsanteil von 50 % im Jahre 2005 kontinuierlich an.

Von den Beiträgen für diese Versicherung erkennt das Finanzamt in 2005 höchstens 12.000 Euro bei Alleinstehenden und 24.000 Euro bei Verheirateten als Sonderausgaben an.

Für die Auswahl der Basis-Rente gilt danach: Wer Angestellter ist, sollte Alternativen prüfen, bevor eine Entscheidung für diese Versicherungsform erfolgt. Die Riester-Rente oder eine betriebliche Altersvorsorge sind wegen ihrer Besonderheiten häufig die bessere Wahl. Doch seit 2007 spielt es keine Rolle mehr, ob der Rürup-Sparer noch andere Vorsorgeaufwendungen tätigt. Grundsätzlich gilt, dass Beiträge zu Rürup-Verträgen gemeinsam mit weiteren Beiträgen zur Basisversorgung gestaffelt von 2005 an als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Im Jahre 2005 sind davon 60 % steuerlich ansetzbar. Bis 2025 steigt dieser Anteil jährlich um 2 %-Punkte auf 100 % (im Jahr 2009 also 68 %). Der maximal anzusetzende Betrag liegt bei 20.000 Euro (bei gemeinsam veranlagten Verheirateten 40.000 Euro). Zusätzlich dürfen seit 2007 auch Investmentgesellschaften und Banken Rürup-Produkte anbieten.

Für Selbstständige ist eine Rürup-Rente interessant, denn nur damit könnten sie steuerbegünstigt für die Rente sparen.

Voraussetzungen und gesetzliche Bestimmungen

Und das sind die gesetzlichen Bedingungen der neuen privaten Basis-Rentenversicherung (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG 2005):

  • Für diese neue Versicherungsart muss der Vertragsbeginn nach dem 1.1.2005 liegen.
  • Die Versicherung darf nur lebenslange Rentenzahlungen vorsehen. Ein Kapitalwahlrecht zu vereinbaren ist nicht möglich.
  • Die Rentenzahlungen dürfen erst ab dem vollendeten 60. Lebensjahr beginnen.
  • Die Rentenansprüche sind nicht vererblich. Das heißt konkret, dass das eingezahlte Geld im Fall des Todes der Versichertengemeinschaft zugute kommt und für die Angehörigen verloren ist. Zulässig ist aber - gegen eine entsprechende Mehrprämie - der Einschluss einer Hinterbliebenenversorgung, dass bei Tod des Versicherten die Rente an den Ehegatten sowie an Kinder weiter gezahlt wird, sofern und solange diese steuerlich zu berücksichtigen sind (wie die gesetzliche Witwen- und Waisenrente). Bei dieser Todesfallabsicherung handelt es sich tatsächlich aber um eine "normale" Risikoversicherung.
  • Die Rentenansprüche dürfen nicht übertragen und nicht beliehen werden. Diese Versicherung kann also nicht zur Absicherung eines Hypothekenkredits eingesetzt oder anderweitig verpfändet werden. Zulässig ist aber eine Übertragung des Vertrages auf eine andere Versicherungsgesellschaft, sofern der neue Vertrag ebenfalls die strengen "Rürup"-Bedingungen erfüllt.
  • Die Rentenansprüche dürfen nicht veräußert werden. Eine Kündigung bzw. ein Rückkauf der Versicherung ist damit unmöglich.
  • Die Rentenansprüche dürfen nicht kapitalisierbar sein. Der Versicherungsvertrag darf also kein Kapitalwahlrecht vorsehen, und der Versicherer darf keine auch noch so kleine Kapitalzahlung leisten, nicht einmal ein Sterbegeld. Es ist also nicht möglich, das angesparte Kapital für die Entschuldung des Eigenheims oder für den Einkauf in ein Altenheim zu verwenden. Im Fall der Kündigung darf der Versicherer keine Beiträge erstatten.
  • Die Rentenversicherungen können durch eine Zusatzversicherung ergänzt werden, und zwar:
    • zur Berufsunfähigkeit oder verminderten Erwerbsfähigkeit.
    • zur Hinterbliebenenversorgung. Hinterbliebene sind nur der Ehegatte und die Kinder, für die Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge gewährt werden. Eine Waisenrente darf nur gewährt werden, solange das Kind steuerlich berücksichtigt wird, z. B. bis zum Abschluss der Berufsausbildung.

Grundsätzlich muss für die Zusatzabsicherung ebenfalls die Zahlung einer Rente vorgesehen sein, deren Laufzeit allerdings zeitlich befristet sein kann, z. B. bei Erwerbsminderung. Es ist unschädlich, wenn ergänzend oder anstelle der Rente eine Beitragsfreistellung eingeschlossen ist.

Die ergänzenden Absicherungen müssen in einem einheitlichen Vertrag mit der Altersvorsorge geregelt sein und dürfen nicht mehr als 50 % der Beiträge verzehren. Das heißt, mehr als 50 % der Beiträge müssen auf die Altersvorsorge entfallen. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, sind die Aufwendungen für die ergänzenden Absicherungen nur im Rahmen der sogenannten "anderen Vorsorgeaufwendungen" absetzbar.

Es sind auch Einmalzahlungen möglich. Dies ist vorteilhaft für Ältere, denen nicht mehr viel Zeit für den Aufbau einer nennenswerten Zusatzrente bleibt. Allerdings bleibt dann der Zugriff auf das angesparte Vermögen versperrt.

Wichtig: Die neue "Rürup"-Rentenversicherung kann auch von Beamten abgeschlossen und steuernsparend als Sonderausgaben abgesetzt werden.



Betriebliche Altersversorgung

Die steuerlich geförderte Ergänzung zur gesetzlichen Altersversorgung

Eine wesentliche Grundlage für den geschäftlichen Erfolg eines Unternehmens sind loyale, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter!

Mit einer betrieblichen Altersversorgung verfügt jedes Unternehmen über ein starkes personalpolitisches Instrument,

  • um leistungsfähige Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden,
  • um für Zeiten von Personalknappheit vorzusorgen,
  • um dem Gesellschafter/Geschäftsführer eine angemessene Altersversorgung zu gewährleisten,
  • um Führungskräften eine Altersversorgung zu sichern, die die mögliche Lücke zur gesetzlichen Altersversorgung schließt
  • und um letztendlich auch dem gesetzlichen Anspruch der Mitarbeiter auf eine betriebliche Altersversorgung gerecht zu werden.

 

Diese 5 Durchführungswege der BAV stehen zur Verfügung:

  • Direktzusage
  • Unterstützungskasse
  • Pensionskasse
  • Direktversicherung
  • Pensionsfonds

Warum ist die BAV für Arbeitnehmer interessant?

Eine betriebliche Altersversorgung (BAV) ist für alle Arbeitnehmer interessant, die Steuern sparen und ihren verdienten Ruhestand ohne finanzielle Sorgen genießen möchten.

(Ausnahme: Für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst gelten andere Vorschriften. Für sie steht die BAV in dieser Form nicht zur Verfügung)

Ein Arbeitnehmer vereinbart mit seinem Arbeitgeber, dass er Teile des Bruttogehalts direkt in Beiträge für eine Betriebliche Altersversorgung umwandelt, die zum Aufbau einer Altersversorgung verwendet werden.

Im Gegenzug erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber eine Zusage auf Versorgungsleistungen. Frühestens zum Alter 60 wird eine zusätzliche lebenslange Altersrente fällig.

Besteuerung von Beiträgen der betrieblichen Altersversorgung

Die Beiträge für

  • Pensionskassen
  • Direktversicherungen und
  • Pensionsfonds

sind bis zu bestimmten Höchstgrenzen lohnsteuerpflichtig. In § 3 Nr. 63 EStG ist jedoch geregelt, dass 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung-West (2010 = 66.000 € jährlich bzw. 5.500 € monatlich) zuzüglich 1.800 € für Neuzusagen steuerfrei bleiben.

Werden Beiträge mittels Entgeltumwandlung in die Betriebliche Altersversorgung gezahlt, so kann der Arbeitnehmer verlangen, dass die Voraussetzungen für eine Zulagenförderung ("Riester-Rente") nach den §§ 10a, 82 Abs. 2 EStG erfüllt werden. Dann wird die Finanzierung aus individuell versteuerten Beiträgen geleistet. Mit der Zulagenförderung bzw. dem gegebenenfalls günstigeren Sonderausgabenabzug wird die Besteuerung jedoch wieder rückgängig gemacht (§ 10a EStG).

Für Direktversicherungs- und Pensionskassen-Altzusagen (nicht für Pensionsfonds-Altzusagen) besteht zusätzlich die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung von Beiträgen (§ 52 Abs. 52a EStG i. V. mit § 40b EStG a. F.)

Bezüge aus einem Pensionsfonds sind steuerlich schlechter gestellt als die vorherige Betriebsrente aufgrund Direktzusage oder aus der Unterstützungskasse. Deshalb gibt es eine vorteilhafte Sonderregelung gem. § 52 Abs. 34c EStG.

Was passiert beim Wechsel des Arbeitgebers?

Verlassen Sie vorzeitig das Unternehmen, haben Sie mehrere Möglichkeiten, den Vertrag fortzuführen:

  • Der neue Arbeitgeber übernimmt den Vertrag und er läuft ohne Veränderungen weiter.
  • Sie zahlen die Beiträge selbst und lassen den Vertrag als Privatversicherung weiterlaufen. Dabei entällt allerdings der Vorteil der Pauschalversteuerung.
  • Der Vertrag wird beitragsfrei gestellt und läuft mit entsprechend reduziertem Versicherungsschutz weiter.


Die 5 Durchführungswege der BAV

Direktzusage

Der Arbeitgeber verpflichtet sich mit der Direktzusage, dem Beschäftigten oder sogar dessen Angehörigen nach Ende des Arbeitsverhältnisses Versorgungsleistungen zu gewähren. Bisher war das in Deutschland die am weitesten verbreitete Form der Betrieblichen Altersversorgung. Träger der Versorgung ist das Unternehmen, da die Zahlungen im Leistungsfall aus betrieblichen Mitteln finanziert werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben keine eigenen Beiträge zu leisten. Eine staatliche Förderung bekommen sie deshalb nur, wenn sie neben dieser Zusage eine zusätzliche Altersvorsorge betreiben.

Unterstützungskasse

Formal ist die Unterstützungskasse eigenständig, also nicht im Unternehmen eingegliedert. Der Arbeitgeber wird Mitglied in der Unterstützungskasse und zahlt den von Ihrem Bruttogehalt einbehaltenen Betrag an die U-Kasse. Damit die Versorgungsleistungen finanziert werden können, erhält die U-Kasse von einem oder mehreren Unternehmen Zuwendungen. Die im individuellen Leistungsplan zugesicherte Renten- oder Kapitalzusage wird durch die Unterstützungskasse über eine Rentenversicherung oder Kapital-Lebensversicherung abgesichert. Hinsichtlich der staatlichen Förderung gilt das Gleiche wie bei der Direktzusage: Die Umwandlung kann sowohl aus dem laufenden Gehalt als auch aus Sonderzahlungen erfolgen.

Pensionskasse

Die Pensionskasse ist gewissermaßen eine Versicherung, die von einem oder mehreren Unternehmen getragen wird. In der Pensionskasse sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbst Mitglieder und leisten Beiträge, die eventuell durch Beiträge des Arbeitgebers ergänzt werden. Sie wird in den meisten Fällen in der Rechtsform eines "Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit" betrieben. Dies bedeutet, dass beteiligte Arbeitnehmer darauf verzichten, dass die betreffende Pensionskasse Gewinn erwirtschaftet. Deshalb können Pensionskassen günstigere Tarife als herkömmliche Versicherer anbieten.

Direktversicherung

Eine besondere Form der Lebensversicherung ist die Direktversicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für seine Arbeitnehmer abschließt. Bezugsberechtigt sind der Beschäftigte oder seine Hinterbliebenen. Die Finanzierung erfolgt formal durch Beiträge des Arbeitgebers, der diese als Personalaufwand steuerlich geltend machen kann. In den meisten Fällen beteiligt sich der Arbeitnehmer durch eine Gehaltsumwandlung.

Pensionsfonds

Der Pensionsfonds ist eine in jeder Hinsicht sehr flexible Form der Betrieblichen Altersvorsorge. Er unterscheidet sich von der Pensionskasse in der freien Wahl der Geldanlageformen, steht aber auch hier unter Aufsicht des Staates, der die Sicherheit der Anlagestrategie überprüft. Die bevorzugte steuerliche Behandlung (Steuerfreiheit der Beiträge) wird teilweise durch eine Besteuerung des Ertragsteils der Rente aufgewogen. Der Aktienanteil eines Pensionsfonds ist zumeist höher als bei anderen Versorgungseinrichtungen. Die höhere Rendite, die eine solche Anlagestrategie verspricht, könnte allerdings durch das Demographie-Problem der Aktienmärkte, dem sogenannten Age-Wave-Problem geschmälert werden.

Wohn-Riester

Riesterförderung von Immobilien

Informationen zu Wohn-Riester und zu den Zulagen

Seit 2008 bekommen auch Bauherren und Wohnungskäufer die Riester-Zulagen für die Altersvorsorge, denn die Riesterförderung ist nun auch auf den Erwerb von Immobilien ausgedehnt worden. Die auch als Eigenheimrente bekannte Förderung soll die Abschaffung der Eigenheimzulage abfedern.

Neu ist, dass ein Vermögen als Eigenkapital verwendet werden kann, das auf einen Riester-Vertrag angespart wurde. Ergänzend erhalten Wohneigentümer für die Tilgung ihres Darlehens alle Zulagen und Steuervorteile, wie sie auch für einen klassischen Riester-Sparvertrag gelten.

Wohn-Riester lohnt sich!

Kritiker halten die neue Eigenheimförderung für kompliziert, schwer vermittelbar und für ein bürokratisches Monster. Und so ganz Unrecht haben sie nicht. Dennoch kann unter dem Strich von einer lohnenden Investition in die eigene Altersversorgung gesprochen werden.

Wer als Familie mit zwei Kindern über einen Zeitraum von 20 Jahren ihr Haus abbezahlt, erhält an Riester-Zulagen bis zu 13.560 €. Die Zulagen werden dem Darlehenskonto zugeführt und verringern sofort die Schulden. Somit spart die Familie bei einem angenommenen Kreditzinssatz von 5,5 % obendrein etwa 10.000 € Zinsen. Wurden die Kinder gar nach 2007 geboren, steigen die Zulagen auf 18.160 €. Gleichermaßen erhöht sich die zusätzliche Zinsersparnis auf 13.500 €.

Und weil die Zulage die Darlehenshöhe direkt reduziert, werden Zinsen in Höhe des Effektivzinses des Darlehens gespart. Ohnehin ist die Tilgung eines Kredites immer die bessere Anlageform und kein Sparvertrag bringt eine annähernd so hohe garantierte Rendite.

Allerdings geht es auch nicht ohne Voraussetzungen, an die eine Förderung geknöpft ist.
Denn

  • Eigentümer müssen Haus oder Wohnung zu eigenen Wohnzwecken nutzen und
  • ihren Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt dort haben.
  • Die Immobilie muss in Deutschland liegen und darf erst nach dem 31.12.2007 hergestellt oder angeschafft worden sein.

Zulagen für die Darlehenstilgung

Alle Vorteile der Riester-Förderung gibt es für Darlehen, die der Immobilien-Eigentümer für eine Immobilie aufnimmt, die er nach 2007 angeschafft oder fertiggestellt hat. Zudem ist es spätestens bis zum 68. Lebensjahr zurückzuzahlen. Es können nur solche Darlehensverträge akzeptiert werden, die von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zertifiziert sind.

Gefördert werden:

  • Zertifizierte Investmentsparpläne,
  • Hypothekendarlehen,
  • Bausparverträge und
  • Kombikredite aus einem Bausparvertrag und einem tilgungsfreien Darlehen. Hier zahlt der Berechtigte anstelle der Tilgung Beiträge auf einen neuen Bausparvertrag. Sobald der Bausparvertrag nach einigen Jahren zuteilungsreif ist, löst er das Vorausdarlehen mit der vereinbarten Bausparsumme ab.

Der Staat fördert Tilgungsleistungen und Bausparbeiträge genauso wie Einzahlungen auf einen klassischen und zertifizierten Investment-Riester-Vertrag. Hier sind die Höhe der Zulagen, der erforderliche Eigenbeitrag und die möglichen Steuervorteile dieselben wie z.B. beim Abschluss einer geförderten Rentenversicherung.

Ehegatten haben einen jeweils selbstständigen Anspruch auf eine Förderung. Daher müssen sie getrennte Darlehensverträge abschließen.



Ruhestand

Vorsorge - für finanzielle Sicherheit

Bausteine Ihrer persönlichen Vorsorge

Die heutige Generation "50+" (ob Selbstständiger, Beamter, Angestellter oder Arbeiter) geht immer früher in den Ruhestand, im Durchschnitt mit 59 Jahren. Wegen der gestiegenen Lebenserwartung haben Sie demnach noch etwa ein Viertel Ihres Lebens ohne Beruf vor sich.

Der Eintritt in den Ruhestand bringt vielfältige Veränderungen und somit Herausforderungen mit sich. In finanzieller Hinsicht steigt die Eigenverantwortung des Einzelnen, denn als Ruheständler, Pensionär oder Rentner muss man einen mehr oder weniger großen Teil des Einkommens selbst bereitstellen.

Darüber hinaus verändert sich Ihre Risikosituation und bestimmte Policen (Berufsunfähigkeitsversicherung, Krankentagegeldversicherung) werden nicht mehr oder dann gerade benötigt (z. B. Auslandsreisekrankenversicherung, Assistance-Leistungen als Full-Service-Paket rund um Gebäude und Hausrat, Rechtsschutzdeckung für die Bereiche Nachlass und Erbrecht).

Das erfordert eine sorgfältige Planung und eine neue Ausrichtung der Vermögensanlagen. Alle Fragen zu Versicherungs- und Steuerthemen müssen unbedingt rechtzeitig geklärt werden.

Für Ihre Beratung und Produkt-Betreuung:

  • maßgeschneiderte Produkte für Ihre Risiko- und Vermögenssituation
  • langfristige Liquiditätsplanung
  • eine auf Sie zugeschnittene Gestaltung der Policen und Anlageformen
  • kontinuierliche Betreuung durch unser Büro

Produkt- und Dienstleistungsbereiche für die "50+"-Generation:

  • Vermögens- und Einkommensermittlung
  • langfristige Liquiditätsplanung
  • Steueroptimierung
  • persönliche Risikoermittlung:
    • Gefährdung von Sach- und Vermögenswerten
    • Absicherung bei Krankheit und Pflege
    • Dienstleistungen bei altersbedingter Gebrechlichkeit
  • Vermögensübertragung:
    • Schenkungs- und Erbschaftssteuer sparen
    • Nachlassregelung/Testamentgestaltung
    • Bestattungsvorsorge
    • ggf. Unternehmensnachfolge



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